RWE verkauft Fernleitungsnetz
Nach dem Wettbewerbsverfahren der EU gegen RWE im Jahr 2007, beschloss daraufhin der Konzern den Verkauf von seinem Fernleitungsnetz mit einer Gesamtlänge von 4.000 Kilometer, um den Vorwürfen der EU entgegenzusetzen. Diese warf der RWE vor, die Stellung der Gasversorgung auszunutzen und den Zugang für andere Unternehmen in das Netz zu versperren. Seit dem 1. April ist nun das RWE Gasnetz als Vollfunktions-TSO anzusehen. Allerdings stehen noch einige juristische Details offen, die jedoch in den nächsten Wochen geklärt und abgeschlossen werden. Außerdem hat der Energiekonzern alle Mitarbeiter, die für den Netzbetreib benötigt werden, übernommen und Zentralpunkt bleibt Deutschland mit seinem Standort in Düsseldorf.
Bereits im Februar zeigten sich einige Unternehmen an dem Verkauf interessiert, darunter auch 36 Stadtwerke. Denn gerade die festgelegte Rendite für Netzinvestitionen machen den Verkauf so attraktiv.
Geschäftsführer Hohmann ist überzeugt, dass es spürbares Interesse gäbe und langfristige Finanzinvestoren sind ebenfalls willkommen. Wunschkäufer ist einfach ein Unternehmen, das professionell den Gastransport betreiben kann, so weiter Hohmann.
Allerdings gibt es keine konkreten Termine für die ersten Angebotsrunden, denn dass müsse die RWE als Verkäufer selbst entscheiden, so die Geschäftsführerabteilung. Ob allerdings mit dem Verkauf der Gasnetzleitung und dem größeren Wettbewerb, der Gaspreis sinkt, bleibt offen.
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