Strom sparen im Haushalt: Oft gesagt, aber auch wirklich oft genug?

In Zeiten von Energiekrise- und Wende sollten Verbraucher das Vorhandensein von Öl, Gas, Strom und Heizung nicht mehr als etwas Selbstverständliches betrachten. Laut Umweltbundesamt gehört Deutschland neben Japan und den USA zu den größten Energieverbrauchern weltweit. Mit den steigenden Energiepreisen müssen auch die deutschen Haushalte einsparen, um letztlich mit der Jahresabrechnung keine teure Überraschung zu erleben.

Das Einsparen der noch immer überwiegend verwendeten fossilen Energie schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Das haben die deutschen Verbraucher schon tausendfach gehört und gelesen. Nur so richtig umsetzen tun es die wenigsten. Dabei ist es nicht schwer, ein paar Gewohnheiten zu ändern und bewusster damit umzugehen.

Die ewige Litanei: Kühlgeräte und Waschmaschinen mit höherer Energieeffizienzklasse

In jedem Ratgeber zum Energiesparen findet sich auch eine Rubrik zu diesem Thema. Das machen die Ratgeberschreiber nicht aus Spaß, sie wissen, dass es noch immer viele Haushalte mit veralteten und damit energiefressenden Geräten gibt. Selbstverständlich sind die Kosten einer Neuanschaffung erst einmal hoch. Doch diese amortisieren sich nach wenigen Jahren wieder.

Nur weil das neue Gerät energieeffizienter ist, ist das nicht gleichzusetzen mit der völligen Aufgabe verschiedener Energieeinsparmaßnahmen. Speisen sollten weiterhin nur gut abgedeckt und vollkommen abgekühlt in den Kühlschrank gestellt werden. Auch durch hereinströmende feuchte Luft wird neben nicht zugedeckten Lebensmitteln der folgende Effekt erzielt: Reif. Je mehr davon im Kühl- und Gefrierschrank vorhanden ist, umso mehr Energie verbraucht das Gerät.

Waschmaschinen möglichst voll beladen zu nutzen, dass wissen viele. Dass der Trockner ein Energiefresser ist, auch. Dabei können auch Menschen ohne Trockenboden, Garten und Balkon ihre Wäsche so flauschig weich trocknen wie in einem Trockner. Alles, was hierfür benötigt wird, ist ein ungefähr 10 Euro teurer 25 Watt Ventilator. Wie beim Trocknen im Freien gibt die Wäsche an die vorbeiströmende Luft die Feuchtigkeit ab. So ist sie binnen eines Tages trocken. Im Endeffekt wurde damit weniger Energie verbraucht als im Trockner.

Hohe Verluste durch Geräte im Stand-by-Betrieb oder im scheinbar ausgeschalteten Zustand

Dass im Stand-by-Betrieb laufende Geräte weiterhin Energie verbrauchen, das wissen viele. Wer rechnet jedoch damit, dass der vermeintlich ausgeschaltete DVD-Player ebenfalls Strom verbraucht. Diese Art von Stromklau prangerte das Bundesumweltamt in einer Broschüre bereits im Jahr 2008 an. Seit 2010 gibt es eine Initiative hierzu, die sich dafür einsetzt, dass jedes Gerät einen Ein- und Ausschalter haben muss. Das damit ausgeschaltete Gerät darf dann keinen Strom mehr verbrauchen.

Die Zeitschrift „Auto Video Foto Bild“ untersucht bei ihren Produkttests unter anderem auch den Stromverbrauch von Geräten im Stand-by- oder im ausgeschalteten Zustand. Die Ergebnisse sind erschreckend. Gerade in Anbetracht der immer weiter steigenden Strompreise! Schon jetzt können Geräte wie Lautsprecher über eine Steckerleiste mit Schalter entweder betrieben oder  endgültig vom Strom getrennt werden. Lautsprecher verursachen nämlich pro Jahr etwa 83,22 Euro im „ausgeschalteten“ Zustand. Dass der Subwoofer weiterhin Strom verbraucht, können Verbraucher übrigens auch daran erkennen, dass er warm bleibt und brummt. Andere Geräte wie Modem, DVB-T-Antenne, Monitore, Drucker und PCs sollten ebenfalls auf diese Art vom Stromnetz getrennt werden. Der Geldbeutel wird es Ihnen danken.

Diesen Schein-Aus-Zustand nehmen die Hersteller der Geräte im Übrigen aus Kostengründen in Kauf. Es ist für sie billiger, den Ausschalter auf der Niederspannungsseite hinter dem Trafo zu verbauen. Dieser hat die Funktion im Betrieb für die nur wenige Volt benötigenden elektronischen Bauteile den 230 Volt Strom umzuwandeln.

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