Neue Pannen in Fukushima!

Rückbau - AKW - GreifswaldOhne Frage ist es so, dass die Reaktorkatastrophe von Fukushima die Welt verändert hat. Auch Länder wie Deutschland, das – im Gegensatz zu den Ereignissen von Tschernobyl -, mitnichten direkt tangiert war …
Denn bekanntlich wurde hierzulande, nachdem der Traum von der Beherrschbarkeit der Atomenergie zum zweiten Male geplatzt war, die vielzitierte Energiewende eingeleitet. Überhastet und ohne Plan, wie mittlerweile von einigen Experten kritisiert wird.
Dass die Nuklearkatastrophe von Fukushima mit unabsehbaren Folgen verknüpft ist, ist uns freilich unlängst wieder dramatisch vor Augen geführt worden: „Regen flutet Atomkraftwerk Fukushima“, titelte die Welt, und auch für RTL waren jene Fluten, die im Zuge eines Taifuns auf den Pannenreaktor hinabregneten, einen Beitrag wert.
Denn dabei ist erneut Wasser aus den Auffangbecken ins Meer gelangt, und niemand will und kann ausschließen, dass das radioaktiv verseucht war. Wobei RTL aktuell dann auch noch moniert hat, dass rund um die Kernkraftwerksruine schlecht bezahlte und wenig qualifizierte Arbeiter Dienst tun!
Laut Informationen der Welt sollen die Mitarbeiter vor Ort die niederprasselnden Regenmengen tatsächlich gründlich unterschätzt haben. Geplant war nach Angaben von Tepco, das Regenwasser in leeren Tanks zu sammeln, auf Radioaktivität zu prüfen und erst bei Unbedenklichkeit ins Meer zu leiten, weiß welt.de.
Nun aber kam – mal wieder (!) – alles anders. Denn die Pumpen hatten den Regenmengen aus den Himmelsschleusen zu wenig entgegen zu setzen, und abgesperrte Bereiche wurden geflutet. Die Frankfurter Allgemeine spricht daher von einer „weiteren Wasserpanne in Fukushima“, während der Focus vermeldet, dass verseuchtes Wasser freigesetzt wurde. Die Regenmengen hätten knapp ein Dutzend Wasserbecken zum Überlaufen gebracht, und ja, hier würde kontaminiertes Wasser lagern!
Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass strahlenbelastetes Wasser ins Meer gesickert sei, berichten daher auch die japanischen Medien … einmal mehr hält uns also Fukushima in Atem. Und das, obwohl hier, im fernen Japan, genau genommen „nur“ 10 bis 20 Prozent der Emissionen von Tschernobyl freigesetzt wurden.
Dennoch waren die mediale Aufmerksamkeit und die Folgen des atomaren GAUs gewaltig. Was auch daran liegt, dass die schlechten Nachrichten, die zum Beispiel die Welt in ganzen Themen-Specials verarbeitet, einfach nicht abreißen. So sollen im unmittelbaren Umfeld des Katastrophenreaktors die Strahlenwerte dramatisch ansteigen: Im Meerwasser vor einem der beschädigten Reaktoren wurden Höchstwerte gemessen, vermelden die Welt-Autoren, die zudem beklagen, dass sechs weitere Arbeiter verstrahlt wurden. Die kamen nämlich, wie die Betreiberfirma Tepco einräumen musste, mit radioaktiv versuchtem Wasser in Berührung. Einer der Angestellten habe irrtümlicherweise ein (falsches) Rohr abgetrennt … kein Wunder, wenn die Arbeiter rund um den Unglücksreaktor wirklich keine Fachkräfte, sondern eher billige Tagelöhner sind!?

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