Matrix Powerwatch X

Neue Smartwatch gewinnt Energie aus Körperwärme

Bislang scheiterte der erhoffte Riesenerfolg der Smartwatch-Hersteller unter anderem am Thema Stromverbrauch. Das neuste Modell PowerWatch X soll den Markt revolutionieren: In dem es die körpereigene Wärme des Benutzers in Strom umwandelt und so längere Laufzeiten bietet.

Den sogenannten Wearable-Markt erwartet eine vielversprechende Innovation. PowerWatch X soll das erste tragbare Gerät überhaupt werden, dass weder Batterie noch Akku braucht. Stattdessen ist die Smartwatch so konzipiert, dass sie die Körperwärme des Trägers in Energie umwandeln kann. Noch ist das technische Highlight nicht in den Läden, wird jedoch aktuell auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Im Frühjahr 2018 soll sie dann für rund 250 US Dollar (ca. 210 Euro) erhältlich sein. Wann sie in Deutschland angeboten wird, ist bislang noch nicht bekannt.

 

Matrix Powerwatch – schon bald Realität

Die Idee zur neuen Smartwatch wurde per Crowdfounding finanziert und brachte dem Startup Unternehmen Matrix die nötigen Mittel, um PowerWatch zu realisieren. Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein typisches Display, das in Verbindung mit dem Smartphone Benachrichtigungen und Anrufe überträgt, sondern eher um ein Sportgerät. Hauptfunktionen sind Schrittzähler, Distanzmesser und Kalorienrechner. Weiterhin können per Bluetooth einige Informationen übertragen werden und eine Schlafüberwachung ist auch integriert. Zu dem ist das gute Stück wasserdicht und damit gleichermaßen für Schwimmer geeignet. Neben diesem sportlichen Engagement bringt der Hersteller vorerst drei Designs mit:

  • Die klassische Variante ist eher schlicht gehalten mit schwarzem Silikonband und silberner Lünette.
  • Maskuliner dagegen ist das „Black Ops“ titulierte Modell, komplett in Schwarz mit Milanaise-Armband.
  • Powerwatch X ist im Vergleich dazu minimal breiter, dafür robuster als die anderen beiden Modelle.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Powerwatch kaum von der Konkurrenz. Hersteller wie z.B. Samsung und Apple werden jedoch immer wegen der viel zu hohen Preise kritisiert, wo die Uhren doch kaum eine Woche ohne Steckdose durchhalten (manche mehr, manche weniger). An dieser Stelle greift die neue Technologie ein und verspricht längere Laufzeiten bei einem angemessenen Kaufpreis.

 

Wie funktioniert die Powerwatch?

Schon im Jahre 2016 stellte Matrix Industries die erste Generation der Power Watch vor, mit einem faszinierenden, wenn gleich schwer zu glaubenden, Anspruch: Basierend auf einem proprietären, thermoelektrischen Energiewandler wird die Uhr ausschließlich über Körperwärme versorgt. Allerdings waren die ersten Modelle etwas eingeschränkt, konnten besten Falls als Fitness-Tracking-Geräte bezeichnet werden. PowerWatch X soll nun anhand der bisherigen Erkenntnisse einen Schritt weiter gehen und dank Bluetooth Verbindung zu einer echten Smartwatch werden.

Nie wieder aufladen? Nie wieder Batterien wechseln? Kann es tatsächlich so einfach sein? Laut Hersteller genügt es, wenn die PowerWatch am Handgelenk getragen wird und direkten Kontakt zur Haut – und damit zur Körperwärme des Benutzers – hat. Es wird dabei der sogenannte Seebeck-Effekt oder auch thermoelektrische Effekt genutzt, bei dem auf Grund der Differenz zwischen Umgebungs- und Körpertemperatur eine elektrische Spannung entsteht. Daraus bezieht die Uhr ihre Energie bzw. sichert so den eigenen Stromverbrauch. Auf dem Display wird die Aufladung angezeigt und somit ist die Realtime Power immer im Blick.

Parallel ermittelt das System anhand der Körperwärme den Kalorienverbrauch des Trägers. Dies soll laut Hersteller sogar zuverlässigere Ergebnisse liefern, als die bisherigen Verfahren.

 

Könnte das die Zukunft für tragbare Elektronik sein?

Wenn das Konzept so funktioniert, wie es die Hersteller versprechen, wird diese Art der Stromerzeugung definitiv das Wearable-Angebot revolutionieren. Insbesondere Uhren und Fitness-Geräte, die am Körper anliegen könnten so dauerhaft von der Körperwärme Energie beziehen, ohne auf Akkus oder Batterien angewiesen zu sein. Dahinter steckt auch die Idee, sportliche Anwendungen in den Fokus zu stellen, da gerade hier der Körper kräftig hochheizt.

Ob und in wie weit diese Technologie auf andere Geräte übertragbar ist, wie z.B. Kopfhörer, ist jedoch fraglich. Auch ob sich die Stromerzeugung für einen Nutzer im Ruhezustand, sprich wer kein Sportler ist, rechnet gilt noch zu klären.

 

 

Bild: © www.smartwatch.de

Posted by:

Ines Kupfer

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Letzte Kommentare

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