Strompreise EU

Deutsche und Dänen zahlen EU-weit die teuersten Strompreise

Schauen wir beim Stromtarife-Vergleich doch einmal über die eigene Landesgrenze hinaus – und blicken hinab auf die niedrigeren Kosten für Strom und Energie, die unsere Nachbarn zu zahlen brauchen. Im Gegensatz zu vielen Europäern zahlt man in Deutschland nämlich mit die höchsten Beiträge.

Ist Strom eine Luxusware? Steuern und Abgaben treiben die deutschen Energiepreise deutlich in die Höhe, zumindest verglichen mit anderen EU-Ländern. Analysiert wird dies mit Hilfe des sogenannten Kaufkraftstandard (KKS), der sich in Analysen widerspiegeln lässt und die unterschiedlichen Kostenbelastungen verdeutlicht.

 

KKS-Analyse

Der Kaufkraftstandard dient als fiktive Währungseinheit, die zur Erfassung unterschiedlicher, nationaler Preisniveaus heran gezogen wird. Der Theorie nach, könnte man also mit 1 KKS in jedem Land der EU die gleiche Menge Produkte oder Dienstleistungen bekommen. In Bezug auf die Stromkosten hat eine Marktforschungsanalyse nun interessante Ergebnisse geliefert, die uns – zumindest hierzulande – zu denken geben sollten.

Demnach zahl der deutsche Stromverbraucher 1.146 KKS. Ein „Lichtblick“: Nur in Dänemark ist der Strom doch tatsächlich genau so teuer wie bei uns.

 

Das heißt in Euro…?

Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht pro Jahr etwa 4000 kWh. Im ersten Halbjahr 2017 kosteten diese laut Statistikbehörde Eurostat (Stand Januar 2018) in Deutschland 1.219 Euro. Das wären rund 30,50 € pro 100 Kilowattstunden. Die Dänen liegen damit gleich auf. Ab da geht es auf der Rangliste recht zügig zu den niedrigen Preisen. Daran scheint sich weder in den vergangenen Monaten noch in Zukunft viel zu ändern, denn obwohl unsere national-internen Preise zum Teil offiziell fallen – sich aber eigentlich nur bundesübergreifend angleichen – zahlen deutsche Verbraucher rund 2,7 % mehr als im Vorjahr. EU-weit sind es allerdings im Durchschnitt 0,5 % weniger.

Der Grund? Die hiesige Rechtssprechung verlangt mit 54 % die zweithöchsten Steuern und Abgaben neben Dänemark (67 %), wodurch über die Hälfte vom Strompreis unmittelbar in die Staatskasse wandert. Auffallend ist auch, dass jene Länder auf den nachfolgenden Rängen hoher Stromkosten ebenfalls die Spitze in puncto Abgabenlast bilden. Ganz weit darunter steht Malta mit unglaublichen 5 % Steueranteil. Insgesamt den günstigsten Strompreis gibt es allerdings in Bulgarien mit zierlichen 9,6 € pro 100 kWh.

 

Strompreise in Europa 2017 - Eurostat

 

 

Posted by:

Ines Kupfer

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