EnBW durch Atomausstieg in roten Zahlen

Die Abschaltung von zwei Meilern belastet den drittgrößten Energielieferanten von Deutschland enorm. Das Unternehmen beziffert seinen Verlust mit 590 Millionen Euro. Zur gleichen Zeit verspricht RWE die Preise trotz der Energiewende stabil zu halten.

Am 29. Juli soll der offizielle Halbjahresbericht von EnBW veröffentlich werden. In einer Ad-hoc Mitteilung kündigte der Konzern jedoch schon jetzt an, in diesem Bericht einen Konzernfehlbetrag von 590 Mio. Euro auszuweisen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 899 Millionen Euro verbuchen können.

Besonders die Abschaltung der beiden Reaktoren Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 sorgt für die tiefroten Zahlen bei EnBW. Der frühere Rückbau der AKWs habe eine außerordentliche Zuführung zu den Kernenergierückstellungen gefordert. Dazu kommen noch die Abschreibungen für die Brennelemente, die sich noch in den Reaktoren befinden. Inklusive Zinsen und Steuern werde EnBW also einen einen Verlust von 600 Mio. Euro ausweisen.

Nicht nur die Belastungen durch die Energiewende führen zu diesem hohen Fehlbetrag, sondern auch Wertberichtigungen für die Anteile am Oldenburger Versorger EWE und am österreichischen Versorger EVN.

Durch diese hohen Mehrbelastungen hatte auch EnBW vor kurzem angekündigt gegen die Atomsteuer zu klagen. Ende Juni wurde die Klage beim Finanzgericht München eingereicht.

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