Clevere Straßenlaterne hilft Stromkosten zu senken und schont obendrein das Klima!

Glühbirne mit glühendem GlühfadenAnfangs schien es uns undenkbar, dass Straßenlaternen einfach aus bleiben. Ganz einfach, weil wir, auch in selten frequentierten Stadtteilen, fast taghell ausgeleuchtete Gassen und Stiegen gewohnt waren …
„Zeitungsboten tapsen im Dunkeln“, befürchtet  zum Beispiel derwesten.de, wo eine Idee aus Bad Berleburg thematisiert wird, der zu Folge rund 200 Straßenlaternen zwischen Mitternacht und 5 Uhr in der Früh gelöscht werden: Mit der Taschenlampe in der einen Hand, den Zeitungen in der andern und dann auf den Wegen zu den Hausbriefkästen im Dunklen auch noch auf Stolperfallen achten, das grenze doch fast an Lebensgefahr, zitieren die Autoren die Klage einer Einsatzleiterin, die die Zusteller koordiniert.
Tatsächlich scheint die Nachtabstellung ein Thema zu sein, dass die Bürger bewegt, so dass sich auf gutefrage.net die User darüber austauschen, wann am jeweiligen Wohnort die Lichter ausgehen. Und monieren, dass mitunter auch mal – völlig unnützerweise -, die Lampen am helllichten Tag brennen.
Wenn Spätheimkehrer für hell erleuchtete Wege bezahlen
Auch die Idee, dass Bürger, die zu nächtlicher Stunde mehr Durchblick benötigen, für ihr Licht bezahlen sollen, ist ja schon mehrfach in den Medien diskutiert worden. So berichtet „strom magazin“ von einem Pilotprojekt, das vorsieht, dass Bürger in den Außenbezirken von Lemgo die Möglichkeit haben, nachts ausgeschaltete Straßenlaternen mit einer Kurzmitteilung per Handy quasi anzuknipsen. Ein 15-minütiger Heimweg bei hellem Licht würde den Nutzer dann, inklusive SMS, etwa 50 Cent kosten, zitiert strom-magazin.de den Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven.
Die clevere Lösung: Lichterglanz bei Bedarf
Einen völlig anderen und neuen Ansatz aus der Energiekostenmisere namens „Tvilight“ stellt nun der Bund der Energieverbraucher vor. „Vater“ der Idee ist der niederländische Entwickler Chintan Shah, der sich eine Art „On-Demand“-Beleuchtungssystem ausgedacht hat. Denn warum sollten Kommunen für Lampen bezahlen, die zu nächtlicher Stunde allenfalls sporadisch gebraucht werden und ansonsten, Stichwort „Lichtverschmutzung“, Ruhesuchenden womöglich gar den Schlaf rauben!?
Auf Grundlage dieser Überlegung schaltet sich „Tvilight“ nur dann ein, wenn sich gerade eine Person, ein Fahrrad oder ein Auto nähert; ansonsten bleibt es dunkel. Das System reagiert laut energieverbraucher.de äußerst sensibel und kann zwischen Menschen und kleineren Tieren wie Katzen oder Mäusen unterscheiden.
Ein Gewinn nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt, da sich so die CO2 - Emissionen um bis zu 80 Prozent reduzieren lassen. Tatsächlich würden nämlich, so das Portal, allein in Europa pro Jahr über zehn Milliarden Euro für den Betrieb von Straßenlaternen ausgegeben: „Diese Summe entspricht rund 40 Prozent der gesamten Energierechnung der Regierungen und knapp 40 Millionen Tonnen CO2 - Emissionen.“
Solche Systeme, oder auch die Idee, dass nicht immer und überall Licht brennt, werden sich also – zwangsläufig – durchsetzen (müssen)!

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