Hiobsbotschaft für E.on-Angestellte – Was ist dran?

Anscheinend wird der geplante Stellenabbau beim Stromanbieter E.on enormere Ausmaße annehmen als man bislang vermutet hatte. 10 Prozent der weltweiten Belegschaft von E.on könnten aktuellen Berichten zufolge ihre Arbeitsplätze verlieren, was immerhin auf 10.000 Menschen zuträfe. In Deutschland soll sogar ein Drittel gestrichen werden. Als Grund nennt man den Druck wegen des beschleunigten Atomausstiegs von Deutschland.

Vom Stellenabbau betroffen wären alle Bereiche des Konzerns und vor allem in Hamburg und Schleswig-Holstein, sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen könnte es massiv werden. Wann sich der Konzern zu den Vorhaben äußert bleibt bislang offen, es könnte aber noch in dieser Woche zu ersten Statements kommen und spätestens nach der Offenlegung der Halbjahreszahlen dürfte näheres bekannt gegeben werden. Bislang galt E.on als effizientes Unternehmen, so urteilt unter anderem die Bundesnetzagentur.

Selbst beim Wirtschaftsausschuss und dem Betriebsrat kann man derzeit aber nur spekulieren, da die Betriebsleitung derzeit noch keine näheren Auskünfte erteilt hat, so beklagt Sven Bergelin von der Gewerkschaft ver.di die Gerüchte. In Unternehmenskreisen war zunächst von der Streichung von mehreren hundert Stellen die Rede, wie weit der Stellenabbau geht bleibt aber wohl nur abzuwarten.

4 Kommentare

  1. Rene -  9. August 2011 - 11:46 2100

    Mit Interesse habe ich diesen Artikel gelesen. Interessant fand ich die Aussage des Autors, dass es besonders in Hamburg, Schleswig-Holstein, sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zum Stellenabbau kommen könnte.

    Wie kommt der Autor gerade auf diese Bundesländer? In den bisherigen Pressemeldungen war derartiges nicht zu entnehmen. Solche Spekualtionen sind unseriös und zeugen nicht von der Ernsthaftigkeit des Autors.

  2. Robert -  9. August 2011 - 18:08 2101

    Hallo Rene,

    Danke für deinen Kommentar. Da E.on vor allem mit seinem Tochterunternehmen E.on Hanse in Norddeutschland gut vertreten ist und etwa 2900 Mitarbeitern beschäftigt, kann man davon ausgehen, dass es dort viele Mitarbeiter treffen wird. Leider betreibt E.on Hanse auch AKW in Brokdorf, Grohnde und Unterweser, die allesamt sehr alt sind und abgeschaltet werden müssen. Daher die Vermutung, dass es bei E.on Hanse zu erheblichen Stellenkürzungen kommen wird. Hoffen wir für die morgige Halbjahres-Bilanz mal das Beste!

  3. Imar -  18. Juli 2012 - 10:49 2682

    Sehr interessanter Artikel, auch wenn er nicht mehr top aktuell ist. Ich recherchiere gerade ein bisschen über E.on für meine Diplomarbeit. In dieser vergleiche ich die Markteintrittsstrategien verschiedener Stromanbieter sowie ich auch auf die Mitarbeiterloyalität eingehen werden.
    Leider kann ich der Unternehmenswebsite (https://www.eon.de) nicht allzuviele Informationen entnehmen.
    Rene, woher hast Du diese informationen?

    Grüße,

    Imar

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