Gut möglich, dass der Strom noch teurer als bisher wird!

StromrechnungDie Strompreise scheinen eine gleichermaßen unendliche wie unerfreuliche Geschichte zu sein, die uns, so schnell, nicht wieder loslässt … Da drehe sich eine Preisspirale weiter und weiter, wobei, so schnell, kein Ende in Sicht sei, argwöhnte n-tv bereits 2008, und auch das Vergleichsportal Verivox sieht hier einen nunmehr vierzehnjährigen Aufwärtstrend, der sich 2014 wohl ungebremst fortsetzt.
Denn laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur wird die EEG-Umlage dann von 5,28 Cent pro Kilowattstunde auf 6,3 Cent ansteigen. Bei Verivox fürchtet man daher Strompreissteigerungen von rund 7 Prozent. In Zahlen bedeutet das, dass ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh rund 79 Euro mehr berappen muss!
Dabei geht der Gießener Anzeiger davon aus, dass bereits jetzt immer mehr Menschen angesichts ihrer Stromrechnung vor einem gewaltigen Problem stehen: „Bereits über 300 000 Haushalten in Deutschland wird jährlich der Strom abgestellt, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlt haben“, sehen die Autoren eine soziale Schieflage und fordern ein staatliches Konzept gegen diese Stromarmut. Etwa dergestalt, dass pauschale Subventionen gestutzt werden …
Das indes scheint derzeit ein Wunschtraum: „Neben der Erhöhung der EEG-Umlage gehen wir auch von einer Steigerung der regional unterschiedlichen Netznutzungsentgelte um durchschnittlich 10 Prozent im kommenden Jahr aus“, erklärt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox, warum die Preise nur eine Richtung, nämlich die nach oben, kennen.
So weist der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom derzeit mit einen durchschnittlichen Preis von 27,75 Cent pro Kilowattstunde aus. Bei einem Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr entspricht dies Kosten von 1.110 Euro. Ab 2014 wird der durchschnittliche kWh-Preis jedoch voraussichtlich auf 29,73 Cent steigen, was bei gleicher Abnahmemenge dann jährliche Gesamtkosten von 1.189 Euro verursacht.
Wobei die Verbraucher dennoch eine Chance haben. Zwar betreffen diese Preiserhöhungen, wie Lengerke erklärt, zunächst einmal alle Stromanbieter: „Private Verbraucher und Gewerbekunden können aber trotz der kommenden Preissteigerungen sparen, wenn sie die Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen Stromversorgern nutzen und den Anbieter wechseln!“
Verivox sieht hier, bei einem Verbrauch von 4.000 kWh, ein (Einspar) Potential von rund 400 Euro pro Jahr. Wobei der Wechsel prinzipiell einfach und schnell geht. Denn der neue Anbieter kümmert sich beim bisherigen Stromlieferanten um die Abmeldung, „und die unterbrechungsfreie Versorgung ist gesetzlich garantiert“, wissen Verivox und Lengerke.
Die sehen übrigens in der Mehrwertsteuer einen zusätzlichen Preistreiber: „Die Erhöhung von EEG-Umlage und Netznutzungsentgelten fällt auch deshalb so stark ins Gewicht, da sie sich auf den Netto-Preis auswirkt, auf den dann noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent aufgeschlagen wird!“
Würde Elektrizität als lebensnotwendiges Gut dagegen unter den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent fallen, könnten die Verbraucher an dieser Stelle deutlich entlastet werden. Ein Vorschlag, der freilich in der Politik nicht sonderlich beliebt sei.
Schließlich ist die Mehrwertsteuer eine Gemeinschaftssteuer, die zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufgeteilt wird … insofern darf man gespannt sein, ob und inwieweit die Politiker (die derzeit um eine neue Regierung ringen), ihre (Wahl) Versprechen, Strom müsse bezahlbar bleiben, einlösen!?

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