Stilllegung von Kraftwerken können Engpässe hervorrufen

© Wikipedia/ Markus Schweiß

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Der Zuwachs bei den erneuerbaren Energien führt zu Diskussionen mit Energiekonzernen wie Eon, deren Versorgung durch Kohle- und Gaskraftwerke geprägt ist. Diese Kraftwerke schreiben zunehmend rote Zahlen und Johannes Teyssen, Chef von Eon verkündete bereits im März, dass man dabei nicht tatenlos zusehen werde.

Man wolle kein Spielverderber sein aber eben auch nicht der Lastesel der Energiewende. Viele Kraftwerke sind unwirtschaftlich geworden, einige bilden allerdings durch die Versorgungssicherheit an windstillen und sonnenarmen Tagen eine Systemrelevanz.

Wie aus Medienberichten hervorgeht, werden dutzende Kraftwerke von Konzernen und Stadtwerken auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft. Zahlreiche Kraftwerke stehen angeblich vor dem vorübergehenden oder dauerhaften Aus. Das stellt auch eine Gefahr für die Versorgungssicherheit dar. So kündigte zum Beispiel Eon an, zahlreiche Kraftwerke abzuschalten und auch RWE will seine Kapazität nach Überprüfung jedes einzelnen Blocks verringern. Die Stilllegung mehrerer Kraftwerke wurde auch schon von EnBW beschlossen und die Stadtwerke-Firma Trianel verbucht mit dem neuen Kohlekraftwerk in Lünen noch keine Gewinne.

Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, wurden insgesamt 15 Stilllegungen angekündigt und in Süddeutschland könnte es zu Engpässen kommen, weil dort zahlreiche Kraftwerke durch den Atomausstieg wegfallen. Die Versorgung mit Windstrom aus Norddeutschland könne dort wegen fehlender Leitungen noch nicht den nötigen Ausgleich schaffen.

Die Netzagentur kann im äußersten Fall Stilllegungen verbieten wenn zum Beispiel eine Anlage als systemrelevant eingeschätzt wird. Teyssen forderte im Frühjahr einen fairen Ausgleich in solchen Fällen. Konzernkritiker sehen dabei das Bemühen, neue Subventionen durchzusetzen.

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