Strompreise in der EU: Deutschland weiter auf Platz 2

Die Strompreise in der EU steigen weiter. Alleine im zweiten Halbjahr 2015 verzeichnete das Europäische Statistikamt Eurostat einen Preisanstieg bei den Stromkosten um 2,4 %. Die durchschnittlichen Preise liegen bei 21,10 Euro pro 100 kWh. Hierzulande liegt man mit 28,30 Euro weit darüber, weshalb Deutschland weiter auf Platz 2 landet. Noch teurer ist es nur bei den Dänen. Bezieht man allerdings noch die Kaufkraft mit in die Berechnung ein, so müssen die Portugiesen am tiefsten in die Tasche greifen. Alle Details der Untersuchung der Stromkosten in der Europäischen Union gibt es in unseren News.

Mit einem durchschnittlichen Strompreis von 28,30 Euro je 100 kWh landet Deutschland weiter auf Platz 2 innerhalb der EU. In der Union haben die Strompreise auch in den vergangenen Monaten weiter zugelegt und zwar durchschnittlich um 2,4 Prozent. Aber natürlich gibt es auch Länder, in denen die Stromkosten teils drastisch gesunken sind, aber der Reihe nach. Mit 30,40 Euro je 100 kWh liegt Dänemark weiter unangefochten auf Platz 1, was den teuersten Strom innerhalb der Europäischen Union angeht. Am günstigsten ist es hingegen in Bulgarien. Hier müssen für dieselbe Menge an elektrischer Energie nur 9,60 Euro bezahlt werden.

Durchschnittlich betrug der Strompreis in der EU im zweiten Halbjahr 2015 rund 21,10 Euro. In der Bundesrepublik zahlt man also rund 34 Prozent mehr als der Durchschnittseuropäer. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.600 kWh macht das 187 Euro mehr als im europäischen Durchschnitt. Für Drei-Personen-Haushalte sind es etwa 230 Euro mehr, im Vier-Personen-Haushalt sogar 288 Euro. Aber dennoch gibt es auch Positives zu berichten: Während die Durchschnittskosten in Europa stiegen, gingen die Stromkosten in der BRD im vergangenen Jahr sogar um 0,9 Prozent zurück. Geradezu einen Preisverfall gab es in Zypern, wo die Kilowattstunde jetzt 22 Prozent weniger kostet als noch vor einem Jahr. Kräftig nach oben ging es hingegen für die Letten (+26,8 Prozent) und die Belgier (+15,1 Prozent).

Der Strompreisvergleich wird dann allerdings wieder fairer, wenn man das zur Verfügung stehende Einkommen und damit die Kaufkraft in die Berechnungen mit einfließen lässt. Dann müssen nämlich die Portugiesen am meisten bezahlen. Die hohen Strompreise in Deutschland und auch in Portugal sind teilweise auch ein Ergebnis der jeweiligen Steuerpolitik. Die Deutschen zahlen 52 Prozent des Strompreises an den Staat, bei den Portugiesen entfallen 50 Prozent auf Steuern und Abgaben. Am stärksten besteuert wird die Energie in Dänemark: Hier gehen von den Stromkosten 69 Prozent zurück an den Staat. Die niedrigsten Steuersätze werden mit je fünf Prozent in Malta und in Großbritannien verlangt.

Bilder: © Images Money, Flickr

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