Warum die Energiewende auch für die Stromkonzerne zunehmend zu einem Problem wird!?

Birne

(c) Jupiterimages / Applestock 2009

Die Energiewende ist heute eine Thema, das sogar in allgemeinen Online Lexika wie Wikipedia diskutiert  wird … Natürlich sind Fehler und Unwägbarkeiten, die mit dem so genannten Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG , einhergehen, aber auch im Wahlkampf immer wieder thematisiert worden.

Wobei hier dann meist die hohen Preise, die die Stromkunden zunehmend belasten (und manch sozial schwachen Haushalt wohl auch längst überfordern!?), kritisiert wurden.
Tatsächlich fürchten viele, dass das Gesetz, das nach den Eindrücken der Reaktorkatastrophe von Fukushima mit der sprichwörtlichen heißen Nadel gestrickt wurde, nach der Bundestagswahl von der (wie auch immer gearteten) neuen Regierung korrigiert werden muss: Das Erneuerbare Energien Gesetz brauche eine dringende Reform, glaubtzum Beispiel „The Wall Street Journal.“ und argwöhnt, dass die Unterstützung für das Projekt in der Bevölkerung schwinde.
Andere fragen  sich dagegen, wen Freunde der Erneuerbaren noch wählen könnten bzw. sollten. Denn FDP-Spitzenkandidat Brüderle wolle das EEG, „weltweit das erfolgreichste Gesetz zur raschen Einführung der erneuerbaren Energien“, gar abschaffen … Gedankenspiele, Sorgen und Szenarien, bei denen die großen Stromversorger oftmals außen vor bleiben.
Nun mag es zwar den meisten von den hohen Strompreisen gebeutelten Verbrauchern nahezu absurd erscheinen, just diese zu bemitleiden, doch der Spiegel sieht, unter dem Titel „Abgeklemmt“, massive Probleme auf die Stromriesen zurollen. Und glaubt, dass jenen, die sich Deutschland bisher gleich einem Flickenteppich aufteilten (nämlich: E.on, RWE, EnBW und Vattenfall), bis dato ein tragfähiges Zukunftskonzept fehlt.
Aufhänger für den Artikel ist dabei das Kraftwerk im niedersächsischen Lingen. Ein hochmodernes Gaskraftwerk, das jedoch, so die Spiegel-Autoren, allenfalls noch zeitweise gebraucht wird. Nämlich dann, wenn die ultramodernen Turbinen die schwankenden Leistungen bei Wind- und Sonnenstrom ausgleichen.
Tatsächlich würden nicht nur hier, sondern in der ganzen Republik konventionelle Kraftwerke (die angesichts des subventionierten Ökostroms nicht profitabel wirtschaften können!) immer häufiger still stehen, sieht der Spiegel, der die Kühltürme bereits mit Mahnmalen vergleicht, einen dramatischen Wandel und weitere Verlierer des Systems. Denn trotz massiver Verkäufe sowie Kosten- und Personaleinsparungen würden die Gewinne und Aktienkurse der Stromgiganten einbrechen!
Lösungen scheinen derzeit, auch in den Schubladen und Gedankenspielen der Manager, nicht in Sicht. Tatsächlich argwöhnt der Spiegel, dass die Branche lieber auf die Unterstützung der Politik setzt: „Kapazitätsmarkt“ sei ein Zauberwort, das nach den Wahlen durchgesetzt werden soll. Damit würden dann die Verbraucher, einmal mehr, für die Energiewende blechen und für jene Kraftwerke zahlen, die – meist ungenutzt -, in Sachen Netzsicherheit bereit stehen: „Immerhin stellen wir mit voll funktionsfähigen und kostenintensiven Kraftwerken eine Leistung zur Verfügung, die jederzeit abrufbar ist und die Versorgungssicherheit auch dann gewährleistet, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht“, begründet Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.on, seine Sichtweise der Dinge.
Tatsächlich ist die Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiewende ja immer wieder heiß und zum Teil auch höchst kontrovers diskutiert worden. So titelt der Focus mit „Alstom-Chef sieht Strom-Versorgungssicherheit in Deutschland gefährdet“. Und das auch und gerade deshalb, weil heute (siehe oben) niemand mehr in konventionelle Kohle- und Gaskraftwerke investieren will!

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