Weltweit größte Solarbrücke in London freigegeben

blackfriars_bridge_london In der britischen Hauptstadt London steht seit kurzem die weltweit größte Solarbrücke. Der englische Photovoltaikanbieter Solarcentury hat die Anlage, die eine Leistung von 1,1 Megawatt hat, auf dem Dach des modernisierten Bahnhofes Blackfriars installiert. Die elektrische Leistung kann natürlich auch in einer für England viel typischeren Maßeinheit angegeben werden: Sie reicht aus, um 80.000 Tassen Tee nur mit der Kraft der Sonne zuzubereiten. Und zugleich wird die Station im Herzen der Stadt somit von einem relativ unbedeutenden Bahnhof zu einem neuen Wahrzeichen der Metropole.

Auf einer Länge von gut 280 m hat der britische Systemanbieter und Projektentwickler Solarcentury insgesamt 4.400 Solarmodule angebracht, die auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern eine Leistung von 1,1 Megawatt bereitstellen. Damit ist die das Dach vom Bahnhof Blackfriars gleichzeitig auch die die weltweit größte Solarbrücke. Vor kurzem wurde sie jetzt in London freigegeben. Unter der Photovoltaik-Anlage befindet sich der frisch renovierte und ausgebaute Bahnhof, der jetzt mit vier neuen Bahnsteige und einem direkten Anschluss an die Londoner U-Bahn für viele Londoner zur täglichen Station von und zur Arbeit gehören dürfte. Und für die Touristen hat man somit ein weiteres Wahrzeichen in der Metropole geschaffen.

Die CO2-Ersparnis, die diese Brücke für die 8,3 Millionen Abgas-geplagten Einwohner und die vielen Pendler bringen soll, gibt das Unternehmen mit 513 Tonnen pro Jahr an. Das entspricht 89.000 durchschnittlichen Fahrten mit dem Auto. Simon Kirby, Geschäftsführer von Network Rail Infrastructure Projects, dem Inhaber und Betreiber des britischen Schienennetzes, sagte: „Der großangelegte Umbau des Bahnhofes Blackfriars von einer kleinen und engen Station zu einem modernen Wahrzeichen ist typisch dafür, wie wir eine der verkehrsreichsten Eisenbahnstrecken Europas ausbauen. Wir nutzen dabei intelligente und nachhaltige Technologien, die die Kosten der Eisenbahn reduzieren und gleichzeitig bieten wir den Passagieren längere Züge und kürzere Zugabstände, die so dringend benötigt werden.“

Und dieser Bahnhof stünde nicht in England, wenn es hier nicht auch eine gute Tasse Tee gäbe. Zur Eröffnung spendierten alle Projektbeteiligten den Fahrgästen eine kostenlose Tasse von dem beliebten Aufgussgetränk. Der Ertrag der Solarstromanlage über dem Bahnhof und der Brücke würde ausreichen, um täglich 80.000 Tassen Tee zubereiten zu können. Frans van den Heuvel, Geschäftsführer von Solarcentury ergänzte dazu: „Unsere Arbeit offenbart gleich zwei Vorteile der Photovoltaik. Erstens kann sie gut in die Architektur integriert werden, um der Londoner Skyline ein neues atemberaubendes Objekt hinzuzufügen. Zweitens kann es sehr gut in die komplexesten Bauprojekte integriert werden. In diesem Fall wurde sie auf einer Unterkonstruktion über einer Bahnstrecke gebaut, die über einen Fluss führt. Wir sind zuversichtlich, dass in Zukunft noch mehr Infrastrukturprojekte von der Solartechnologie profitieren können.“ Alle wichtigen Infos zur größten Solarbrücke der Welt gibt es hier (http://www.blackfriarssolarbridge.com/) noch einmal hübsch zusammengefasst.

Bilder: © Network Rail

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