RWE wegen der Atomsteuer auf Sparkurs

Derzeit fährt der Energieversorger RWE noch Rekordgewinne ein. Doch die Zukunft sieht wohl nicht so rosig aus. Der Konzern geht wegen der beschlossenen Atomsteuer auf Sparkurs – es sind sogar Teilverkäufe geplant.

Das RWE mit seinen Sparplänen ernst macht haben wohl als erstes die Journalisten bemerkt, die zur Bekanntgabe der Jahresbilanz gekommen waren. Statt der üblichen Getränkebatterien und Lachshäppchen gab diesmal nur Selters und Käsebrötschen. Damit wollte RWE-Chef Jürgen Großmann die Anwesenden anscheinend schon mal auf die bevorstehenden harten Zeiten einstimmen. „Wir stehen auf dem Gipfel und von hier aus geht es in jeder Richtung nur bergab“, erklärte der Konzernchef.

Zwar hatte man im letzten Jahr die eigenen Ziele deutlich übertroffen und das Nettoergebnis um 6,2 Prozent auf 3,75 Mrd. Euro erhöht und auch den Vorsteuergewinn (Ebitda) sogar um zwölf Prozent auf nie dagewesene 10,3 Mrd. Euro getrieben, doch in diesem Jahr sieht das deutlich anders aus. RWE erwartet einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 15 Prozent. Der Grund dafür seien die niedrigen Großhandelspreise für Strom und die politischen Belastungen wie die Brennelementesteuer für Atomkraftwerke. Diese würden den Gewinn allein schon um 900 Millionen Euro verringern.

Es stehen sogar Teilverkäufe in Höhe von rund 8 Mrd. Euro zur Debatte. Ob es dabei auch die Netztochter Amprion steht , ist nicht weder bestätigt noch dementiert. Allerdings gibt es auch verschiedene Wachstumsstrategien. So soll das Geschäft des Öl- und Gasförderers RWE Dea deutlich gestärkt werden und der Vorstoß nach Osteuropa und insbesondere in die Türkei vorangetrieben werden. Weiterhin sollen rund 1,2 Mrd. Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert werden.

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