Rekordjahr für den Ökostrom: Mehr Sonnenenergie, weniger Wind

solarpanelAuch 2013 war für den Ökostrom wieder ein Rekordjahr. Das belegen die Zahlen des Stromverbands BDEW, welche die Süddeutsche Zeitung jetzt veröffentlicht hat. Mit 24,7 Prozent am gesamten Stromverbrauch war der Ökostrom-Anteil noch nie so hoch. Die Produktion von Strom aus Sonnenenergie legte demnach um 7,3 % auf nun 28.000 Gigawattstunden zu. Ein Minus gab es hingegen beim Wind. Der blies nicht mehr so kräftig wie noch 2012 und so sank die Produktion um 3,5 % auf immerhin noch knapp 50.000 Gigawattstunden. Und trotz alledem blieb bis jetzt die befürchtete Kostenexplosion durch die Energiewende aus.

Noch nie wurde in Deutschland so viel Ökostrom produziert wie 2013. Dank einem Gesamtanteil von mittlerweile 24,7 % an der gesamten Stromproduktion war dies ein Rekordjahr für die Erzeuger. Erneuerbare Energien bekommen weiter Aufwind, auch wenn die Vergütung des Naturstroms für die Betreiber neuer Anlagen längst nicht mehr so hoch ist wie noch vor einigen Jahren. Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen sagte dazu: „Im Augenblick liegt die durchschnittliche Vergütung bei 16 Cent. Wenn wir nicht unnötig viel Geld für teure Offshore-Windparks ausgeben, landen wir bis Ende 2015 bei der Hälfte.“ Um dieses Ziel zu erreichen, müssten allerdings die Sonderregelungen, die für die Industrie aktuell gelten, auf das Maß von 2011 zurückgefahren werden. Bis Ostern will die Bundesregierung deshalb ihre Pläne zur Reform vorlegen. In diesem Entwurf werden sich dann wahrscheinlich auch sinkende Fördersätze etwa für die Windenergie an Land wiederfinden.

Trotz dieses Szenarios hat sich die Lage bei der Finanzierung der Energiewende zum Glück entspannt. Auch dank der Stromkunden, die ja nunmehr auch seit Anfang 2014 eine um knapp einen Cent auf jetzt 6,2 Cent je Kilowattstunde erhöhte EEG-Umlage zahlen. Damit werden dann die Schwankungen der Preise für den Ökostrom ausgeglichen. Je billiger also die Elektrizität an der Strombörse wird, desto mehr muss der Verbraucher zuschießen. Das zeigt ein einfaches Rechenbeispiel: Wenn Windstrom, der mit neun Cent vergütet wird, an der Börse nur vier Cent einbringt, dann müssen die übrigen fünf Cent über die Umlage nachgeschossen werden. Sinkt der Handelspreis für den Strom also weiter, muss noch mehr über die Ökostrom-Umlage ausgeglichen werden. Allerdings gibt es Licht am Ende des Tunnels. Wies der Kontostand Anfang 2013 noch ein Defizit von 2,3 Milliarden Euro auf, so schrumpfte dieses Minus bis Jahresende auf 220 Millionen. Und dank der erhöhten Zuschüsse durch die Verbraucher, denn allein das spült 3,5 Milliarden zusätzlich in die Kassen, wird aus dem Defizit sicher bald auch ein Überschuss werden.

Posted by:

Robert

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