Stromkosten sollen dauerhaft gesenkt werden: E.On und Solarwatt kooperieren

Das klassische Kohle- oder Atomkraftwerk liefert rund um die Uhr Strom. Bei der Photovoltaikanlage ist das leider nicht der Fall und meist fallen die Zeiten des höchsten Verbrauchs mit dem geringsten Stromangebot zusammen. Deshalb sind Speicher außerordentlich wichtig, um den Strom auch in einstrahlungsarmen Zeiten zur Verfügung zu haben. E.On und Solarwatt kooperieren jetzt, in dem der Solarstromspeicher des Dresdner Unternehmens nun deutschlandweit vom großen Energiekonzern angeboten wird. Dank der effektiven Speicherung sollen dann die Stromkosten für die Kunden dauerhaft gesenkt werden.

Seit dem vergangenen Jahr vertreibt das Dresdner Unternehmen Solarwatt seinen Stromspeicher „MyReserve“. Dank einer Kooperation sollen diese Modelle mit Lithium-Ionen-Technik dann ab dem Frühjahr 2016 hierzulande auch über E.On erhältlich sein. Zu den Gründen für diese Zusammenarbeit sagte E.On-Vorstandsmitglied Bernhard Reutersberg: „Unsere Kunden nehmen immer stärker ihre Energieversorgung selbst in die Hand. Gemeinsam mit SOLARWATT können wir dafür eine ganzheitliche Komplettlösung anbieten. Wir wollen ein führender Anbieter von Stromspeichern in Deutschland werden und unser Angebot an intelligenten Lösungen für unsere Kunden kontinuierlich ausbauen.“

Für das Dresdner Unternehmen, das es schon seit 1993 gibt, ist diese Kooperation ein Meilenstein in der Firmengeschichte. Solarwatt-Hauptanteilseigner Stefan Quandt sagte dazu: „Das Vertrauen des größten deutschen Energieanbieters zeigt, dass wir uns durch die Produktinnovationen der letzten Jahre erfolgreich vom Modulhersteller zum Systemanbieter entwickelt haben.“ Geschäftsführer Detlef Neuhaus ergänzte: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir E.ON mit unseren smarten und wirtschaftlichen Energiesystemen und unserer hohen Produktqualität überzeugen konnten.“
Laut dem Hersteller können die Module einfach installiert werden und sollen sich jederzeit modular erweitern lassen. Dank des hohen Wirkungsgrades bei der Speicherung der Energie aus der eigenen Solaranlage sollen die Stromkosten der Kunden dauerhaft gesenkt werden, da weniger Strom aus dem Netz hinzugekauft werden muss, um den eigenen Bedarf decken zu können. Der aktuelle Stand der Stromerzeugung sowie der eigene Verbrauch werden zudem noch optisch in einer App dargestellt und sind damit jederzeit leicht abrufbar.

Das E.On jetzt bei diesem Projekt mit einsteigt zeigt, dass sich der Konzern nun konsequent auf die neue Energiewelt mit selbstständigen und aktiven Kunden, erneuerbarer und dezentraler Energieerzeugung, Energieeffizienz sowie lokalen Energiesystemen fokussieren möchte. Beide Unternehmen prognostizieren zudem ein hohes Potenzial für Stromspeicher in Deutschland. In den kommenden Jahren werden wohl nach Ansicht der beiden Firmen deutschlandweit nahezu 100 % der Photovoltaikanlagen nur noch in Verbindung mit einem Speicher verkauft werden. Und auch die bereits bestehenden Solaranlagen, immerhin 1,5 Millionen Stück in der Bundesrepublik, bieten ein riesiges Potential für eine schnelle und einfache Nachrüstung.

Bilder: © E.On

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