Eon: Steigende Preise trotz Gewinn!

Für Eon läuft es wieder richtig gut: Mit einem Nettogewinn von 3,13 Milliarden Euro erwirtschaftete der Energiekonzern 230 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum, die Erlöse stiegen um knapp ein Viertel auf 65,4 Milliarden Euro. Das dürfte auch für die Anleger ein Grund zur Hoffnung sein, denn seit über einem Jahr konnte die Eon-Aktie die 20 Euro-Marke nicht knacken – derzeit liegt der Kurs jedoch bei 18 Euro. Scheint, als würde es für alle rund laufen – nur die Verbraucher gucken mal wieder in die Röhre. Nicht nur, dass sie rein gar nichts vom hohen Gewinn des Unternehmens haben, sie müssen sogar noch drauf zahlen. Noch Ende Juni hat Eon Preiserhöhungen bei fünf seiner Regionalgesellschaften angekündigt.

Verantwortlich für den hohen Gewinn ist vor allem das Erdgas: Anfang Juli einigte sich Eon mit dem russischen Gazprom-Konzern auf neue Lieferverträge, wodurch Eon das Gas günstiger beziehen kann – und das gilt sogar rückwirkend bis ins vierte Quartal 2010. Noch ärgerlicher für die Eon-Kunden – wobei das Unternehmen so argumentiert, dass die Vertriebsorganisationen die benötigen Erdgasmengen zu Marktpreisen beschaffen, die unabhängig von den Importpreisen für Erdgas auf der Großhandelsstufe sind. Die Verbraucherzentrale sieht das allerdings anders und rät den Eon-Kunden, bei einer Preiserhöhung zum 1. September den Vertrag zu kündigen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln – denn Kunden sollten auf jeden Fall von den günstigeren Bezugspreisen profitieren, darüber hinaus sind die Versorger verpflichtet, Preissenkungen an die Kunden weiterzugeben. Klingt zunächst gut, aber wahrscheinlich wird es Eon wie immer gelingen , das alles so zurecht zu biegen, dass für die Kunden am Ende nichts über bleibt.

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3 Kommentare

  1. Kurt -  14. August 2012 - 16:01 2728

    Wenn man am Gewinn der Uternehmen beteiligt sein möchte, kann man sich doch einfach die Aktien kaufen.
    Bei einer Dividenrendiete von über 6% ein lohnendes Investment.
    Das ist doch das schöne an so einem grossem Konzern. Die kleinen Stadtwerke kassieren das Geld ohne das ich davon was habe. Warum also wechseln?

  2. Melanie -  15. August 2012 - 11:31 2731

    Die Titelzeile ist falsch – es müsste doch heißen „Eon: Gewinn durch steigende Preise!“
    Wahnsinn, dass dieser Konzern ein Jahr nach gesetzlichem Atomausstieg schon wieder Gewinn macht. Was haben die nicht gejammert! Und was werden sie noch an Milliarden einnehmen von uns Steuerzahlern durch die Klagen gegen das Abschalten der AKW.
    Nein nein, Großkonzerne sind keine fairen Marktteilnehmer. Lieber gleich zu kleineren Unternehmen wechseln, die günstiger sind und auch noch 100% Ökostrom anbieten!

  3. werner thoma -  16. August 2012 - 15:14 2733

    Genau und der Sonnenstrom ist an allem schuld?
    EON-Chef Theissen wird auf Spiegel online
    zum unsozial hohen Strompreis als Zeitzeuge zitiert!?

    Herrn Theissen als Kronzeugen für den unsozialen Strompreis zu zitieren, ist ungefähr so, als würden Sie Herrn „Dr. Marlboro“ zum Gefahrenpotential des Rauchens befragen!

    Ein Beispiel zur sozialen Kompetenz der Stromgiganten: Die Stromkonzernen haben den seit 2008 um 30 bis 40 % gesunkenen Börsenstrompreis nicht an die Verbraucher weitergegeben und so jemand soll sich kompetent zu sozialen Fragen äußern?

    Mit sonnigen Grüßen
    Werner Thoma

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