Wie geht es weiter mit den Strompreisen?

StromrechnungDie Programmzeitschrift Funk Uhr präsentiert in ihrem Oktober-Heft „25 clevere Energie-Spartricks“ und rät, unter anderem, dazu, den ach so beliebten und bequemen Stand-by-Modus zu meiden …
Eine schaltbare Stecklosenleiste, die alle Geräte vollständig vom Netz trennt, sei dagegen sehr zu empfehlen. So nämlich ließen sich Kosten von bis zu 100 Euro im Jahr einsparen!
Tatsächlich sind die steigenden Stromkosten und damit auch Tipps, die den Verbrauch begrenzen, aktueller denn je zuvor. Denn die Strompreise würden, so die „Hessische Niedersächsische Allgemeine“, weiter ansteigen.
Kein Wunder, da die so genannte Erneuerbare-Energien-Umlage 2014 noch einmal, nämlich von 5,277 auf 6,24 Cent je Kilowattstunde (kWh), ansteigt. Computer Bild spricht daher gar von einem „Schock für die Verbraucher“ und hält Preissteigerungen um bis zu 7 Prozent bei den Stromrechnungen für realistisch!
Hier rät Autor Johannes Jöcker daher zu einem Tarifwechsel, der auch von der Funk Uhr ins Feld geführt wird. Wobei freilich auch hier, nach den Pleiten einiger Anbieter, Vorsicht angesagt ist. Zumindest gilt es, Angebote mit Paket-Preisen und Vorauszahlungen (gar für ein ganzes Jahr) zu meiden, da das Geld, im Falle einer Insolvenz, meist futsch ist.
Doch auch die Boni sollten kritisch ins Auge gefasst werden, glauben Funk Uhr-Autorin Elke Polomski und Jörg Huber von der Verbraucherzentrale. Denn die gibt es natürlich nur im ersten Jahr. Werden die jedoch vom Suchportal mit eingerechnet, könnte ein Tarif weit günstiger erscheinen, als er in den Folgejahren daher kommt: „Bonus nicht mitrechnen, sondern sich am Preis der Kilowattstunde orientieren“, raten daher die beiden.
Dass Stromsparen und ggf. auch ein Wechsel nottun, glaubt auch T Online, wo man die Preise im kommenden Jahr deutlich steigen sieht: „Familie zahlt 2014 knapp 1200 Euro im Jahr“, heißt es hier für eine typische vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von durchschnittlich 4000 kWh. Es gilt also, zu sparen, wo es nur geht.
„Weniger ist mehr“, argumentiert daher die Funk Uhr und verweist darauf, dass der Stromverbrauch eines Fernsehers mit wachsender Bildschirmgröße ebenfalls ansteigt. Und auch mit einem Notebook anstelle des „ausgewachsenen“ Schreibtischcomputers könne man jede Menge Strom und damit dann bares Geld sparen!
Natürlich sollten, neben der Unterhaltungselektronik, aber auch die Haushaltsgeräte im Stromsparmodus daher kommen. Das Problem dabei ist freilich, dass gerade den sozial schwächer gestellten Haushalten dazu häufig das Geld fehlt. Nach Ansicht vieler Hilfsorganisationen ist die Energiearmut (ein einst mit den Entwicklungsländern verknüpfter Begriff) daher längst auch bei uns in Deutschland bittere Realität:
„Die Debatte um steigende Strompreise wächst sich immer mehr zur sozialen Frage aus“, glaubt daher der WDR. Gerade für einkommensschwache Haushalte berge die Energiewende besondere Risiken und werde zunehmend zu einem Finanzproblem!

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