AKW-Abschaltung – Stromausfälle möglich

Die Deutsche Energieagentur (dena) warnt vor einem zu schnellen Ausstieg as der Atomenergie. Die Abschaltung der sieben AKWs könnte möglicherweise nicht kompensiert werden.

Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, sieht die Möglichkeit von Stromausfällen, wenn in Deutschland weitere Atomkraftwerke vom Netz gehen. Gegenüber der „Passauer Neuen Presse“ sagte Kohler: „Da gibt es nichts zu beschönigen. In Spitzenzeiten besteht die Gefahr regionaler Blackouts. Auf 75 Prozent der Kapazitäten aus Atomkraftwerken können wir nicht ohne Weiteres verzichten.“

Der Grund dafür liegt in der Verteilung der Stromgewinnung in Deutschland. Im Süden wird weniger Strom gewonnen, während im Norden der Durchfluss durch das Netz erhöht werden muss, welches jetzt bereits an seiner Belastungsgrenze steht. „Damit kommen wir an die Grenze der Netzkapazität. Das darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden“, so Kohler.

Deutschland brauche Zeit für den Ausstieg. Ein Ad-hoc-Ausstieg wäre nicht zu verantworten. Seiner Meinung nach wäre der 2002 beschlossene Konsens bis spätestens 2022 aus der Atomkraft auszusteigen die vernünftigste Lösung. „Alles andere würde zu deutlich höheren Strompreisen führen. Das können wir uns als Industrieland nicht erlauben“, sagte Kohler. Dennoch sei der weitere Ausbau des Stromnetzes immer noch Voraussetzung für den Ausstieg.

Um den Ausbau voranzutreiben müssen die Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. Dabei müsse man auch das das Recht der Bürger auf Beteiligung und Einspruch neu abwägen.„Hinter dem notwendigen Ausbau der Stromtrassen müssen gegebenenfalls auch persönliche Interessenlagen zurückstehen“, sagte die CSU-Politikerin der Zeitung „Die Welt“.

Umweltschutzverbände begehren hier wieder auf. „Wir brauchen kein Netzausbaubeschleunigungsgesetz“, sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, der „Frankfurter Rundschau“. Bürgerinteressen und Umweltbelange müssten weiterhin genau geprüft werden.

2 Kommentare

  1. Sandra -  23. März 2011 - 11:31 1729

    Blödsinn! Deutschlad exportiert genügend Strom in andere Länder! Hier gehts nur um Kohle. Verflucht nochmal, auch ohne Atomkraft ist eine ausreichend gute Energieversorgung Deutschlands möglich!

    Die Menschheit zerstört sich seblst, aus Gier!

  2. Robert -  25. März 2011 - 09:50 1732

    Hallo

    Es geht hier weniger darum, dass der Strom fehlt wenn man die Meiler abschaltet. Es geht darum, dass unser Stromnetz nicht ausreichend ausgebaut ist. Hochstromleitungen vertragen nur eine bestimmte Gigawattzahl. Da die Windenergie nicht beständig ist, unterliegt sie hohen Schwankungen. Wird diese weiter ausgebaut, ohne das Stromnetz entsprechend zu mondernisieren kann es durchaus zu einem Netzkollaps kommen. (siehe hier) Die Laufzeitverlängerung war totaler Blödsinn, den die Atomlobby der Regierung aufgedrückt hat. es wäre klüger gewesen die urpsüngliche Laufzeit beizubehalten und die verbleibend Zeit für den Netzausbau zu nutzen. Einfach „Atomkraft Nein“ rufen und die AKWs abschalten ist leider keine Lösung, auch wenn es wünschenswert wäre, vor allem, weil damit das eigentliche Problem der Kernenergie nicht gelöst ist: Die Endlagerung!

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