Was bringt uns der erlauchte Club?

Birne

(c) Jupiterimages / Applestock 2009

Natürlich ist der so genannte „Club der Energiewendestaaten“ sogleich von den Medien aufgegriffen und kommentiert worden … „Für Klima und Wachstum“, titelte  die Augsburger Allgemeine zu jenem Kreis von Deutschland sowie neun weiteren Staaten, die sich den Einsatz und Ausbau erneuerbarer Energien auf die Fahnen geschrieben haben.
Auch das Polit-Magazin Focus widmete sich dem Thema  und zitierte Bundesumweltminister Peter Altmaier, der glaubt, dass Wohlstand und Wachstum sehr wohl mit Klima- und Umweltschutz vereinbar sind: „Wir Clubmitglieder wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, betont der CDU-Politiker und sieht sich, zusammen mit China, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Indien, Marokko, Südafrika, Tonga sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten als Vorreiter für eine richtungs- und zukunftsweisende Energieversorgung. Man sei entschlossen, gemeinsam als „Verteidiger und Verwirklicher der erneuerbaren Energien auf globaler Ebene aufzutreten“.
Das mag ein wenig verwundern. Schließlich ist gerade China häufiger eher durch seine Umweltprobleme in Erscheinung getreten. Chinas Umweltsünden seien sogar eine Gefahr für die politische und soziale Stabilität des Landes, argwöhnte  noch 2007 innovations-report.de unter Berufung auf Prof. Dr. Thomas Heberer und Anja-Desiree Senz von der Uni Duisburg-Essen: „Sollten sich in den kommenden Jahren die ökologischen Probleme verschärfen, sind Krisen und Konflikte vorprogrammiert!“
Tatsächlich glauben viele, dass das Land für seinen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung einen (zu) hohen Preis gezahlt hat: „In China dachten viele, ein Sieg im Klassenkampf plus Wachstum löse alle Sorgen“, beschreibt sueddeutsche.de ein recht blauäugiges Tagträumen: „Umweltprobleme konnte sich keiner vorstellen!“ Dabei fragten die Autoren auch, wann die Pekinger Führung endlich aufwache!?
Doch offensichtlich scheint man nun auch hier erkannt zu haben, dass die natürlichen Ressourcen unseres Planeten nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Und zudem manch Problem mit sich bringen: „In einer Welt von bald acht Milliarden Menschen wird es keine Alternative mehr dazu geben, Wirtschaftswachstum vom Verbrauch natürlicher Ressourcen zu entkoppeln, wenn wir nicht unsere elementaren Lebensgrundlagen auf diesem Planeten gefährden wollen“, zitiert Zeit Online Altmaier zum neu gegründeten Club der Energiestreber. Tatsächlich war der Bundesumweltminister bereits in Berlin mit dem Vorsitzenden der chinesischen Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), Xu Shaoshi, zusammengetroffen. Dabei würdigte Minister Xu die intensive deutsch-chinesische Zusammenarbeit zum Klima- und Umweltschutz, darunter die jährlichen Sitzungen der Klima-Arbeitsgruppe beider Regierungen und die gute Kooperation beim Ausbau und bei der Entwicklung erneuerbarer Energien: Beide Minister waren sich“, so das Ministerium, einig, dass der Ausbau erneuerbarer Energien ein zentraler Bestandteil von Umwelt- und Klimaschutz ist – und das national wie international. Auch die Elektromobilität sei beiden Staaten ein Anliegen!

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