Warum die Mär von den Engpässen offensichtlich verkehrt ist!?

Birne

(c) Jupiterimages / Applestock 2009

Natürlich kann man sagen, dass viele von uns durch die sehr plötzlich eingeläutete Energiewende überrascht wurden … nicht zuletzt die Grünen, die dadurch eines ihrer Paradethemen an den politischen Gegner eingebüßt hatten!
Neben jenen, die nach den Eindrücken von Fukushima „dafür“ waren, gab es freilich auch die Mahner und Warner, die Engpässe fürchteten und den Nährboden für einen Blackout gelegt sahen. D a s Horrorszenario für eine moderne Gesellschaft, wo wir, angefangen bei unseren privaten Haushalten bis hin zum öffentlichen Leben, ohne Strom nicht mehr vom Fleck kommen. Denn selbst Tankstellen würden bei einem flächendeckenden Stromausfall versagen …
Ja, in Deutschland würde die Blackout-Gefahr wachsen, titelte zum Beispiel die Berliner Morgenpost Februar 2012 und befürchtete Stromengpässe: „Die Sicherheit der deutschen Stromversorgung ist offenbar stärker gefährdet, als es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung den Anschein hat“, hieß es hier unter Verweis auf eine Krisensitzung im Bundeswirtschaftsministerium.
Auch n-tv.de wies darauf hin, dass die neuen und sauberen Energieformen ja beileibe nicht jederzeit ihren vollen Ertrag haben. Denn Windräder würden ja nicht zu jeder Zeit ihren Strom abliefern. Im Winter könnte die Lage daher tatsächlich ernst werden!
„Die Stromlücke ist eine Mär“, titelte dagegen Zeit Online und argumentiert, dass für den Ausstieg aus der Atomenergie keine neuen Kraftwerke gebraucht werden. Tatsächlich nämlich sei der Umbau der Stromversorgung durch die Reaktorkatastrophe in Japan und das Moratorium der Bundesregierung allenfalls forciert worden: „Er wurde schon in den 1990er Jahren eingeleitet, als durch zahlreiche Kommissionen und wissenschaftliche Studien gezeigt wurde, dass es Wege in eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Kernenergie gibt!“
Nun überrascht das Polit-Magazin gar mit der Nachricht, dass in Deutschland, streng genommen, sogar zu viel Strom produziert wird: Die alten Meiler müssten daher viel schneller abgeschaltet werden, also ehedem (an)gedacht wurde. Tatsächlich würden die großen Kraftwerksbetreiber, so die Zeit-Autoren, derzeit unisono über zu niedrige Börsenstrompreise klagen, „um dann im gleichen Atemzug neue Subventionen einzufordern!“
Ursächlich für den sinkenden Börsenstrompreis ist zeit.de zu Folge der Ausbau der erneuerbaren Energien, und schon 2018 könnten die zugebauten Kapazitäten die bis dahin vom Netz gehenden Kapazitäten übersteigen, zitiert man hier die Bundesnetzagentur.

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