Ratingagenturen stufen RWE herab

Der Energieversorger RWE gerät trotz Bemühungen um einen größeren finanziellen Spielraum immer mehr ins Visier der amerikanischen Ratingagenturen. Nach Standard&Poor’s hat nun auch Moody’s die Kreditwürdigkeit herabgestuft.

Moody’s stufte am vergangenen Dienstag die Kreditwürdigkeit von RWE von A2/Prime-1 auf A3/Prime-2 herab. Der Ausblick auf die finanzielle Zukunft sei negativ, so die Agentur und verwies dabei auf auf die Gewinnausfälle durch die Stilllegung der RWE-Atomkraftwerke Biblis A und B.

Zugleich müsse das Unternehmen die zusätzlichen Belastungen durch die Brennelementesteuer verkraften, ebenso wie die geringeren Margen im Stromgeschäft. Große Schwachstelle sei ebenso das Gasgeschäft von RWE, wo das Unternehmen ebenso wie der Konkurrent E.On unter hohen Lieferpreisen und langfristigen Verträgen leide.

Standard&Poor’s hatte die Kreditwürdigkeit von RWE bereits Anfang Juni herabgestuft. RWE Chef Großmann hatte in der vergangenen Woche versucht diesem Trend entgegenzuwirken und rund 75 Prozent der Stromnetztochter Amprion für 700 Millionen Euro an ein Versicherungskonsortium zu verkaufen. Auch wird in den kommenden drei Monate noch geprüft, ob man eine strategische Partnerschaft im Kraftwerksbereich mit dem russischen Gazprom-Konzern eingehen wolle.

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