Heiße Pfingsten: Belastungsprobe für das Stromnetz

solarpanelDie deutschen Stromnetzbetreiber erwarten wegen der heißen Temperaturen zu Pfingsten eine echte Belastungsprobe für das Stromnetz und wappnen sich schon mal, um einer Überlastung durch massenweise eingespeisten Solarstrom entgegenzuwirken. Denn die Stromabnahme durch die Industrie dürfte über die Feiertage sicher gegen Null gehen, aber aufgrund der zu erwartenden hohen Sonneneinstrahlung wird natürlich massenhaft Solarstrom erzeugt, der selbstverständlich das Netz belastet. Wie die Netzbetreiber ihre Leitungen und ihre Kunden vor zu viel Strom schützen wollen, das verraten wir hier in diesem Artikel.

Zu Pfingsten droht eine echte Belastungsprobe für das deutsche Stromnetz. Wegen der Feiertage ist zu erwarten, dass der Stromverbrauch, vor allem der der Industrie, auf den niedrigsten Stand des Jahres fallen dürfte. Zeitgleich dürfte es aber auch aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung zur bislang höchsten Stromproduktion der Solaranlagen kommen, die ihre erzeugte Energie dann natürlich dann auch ins Netz drücken. Laut der FAZ sagte eine Sprecherin des Netzbetreibers Tennet: „Eine solche Wetterlage ist für die Netzbetreiber eine Herausforderung.“

Die Betreiber erwarten, dass der Stromverbrauch in Deutschland sich über die Pfingstfeiertage bei 30 Gigawatt einpendeln dürfte. Das Problem: Allein alle in Deutschland installierten Solaranlagen liefern laut der Bundesnetzagentur schon maximal 36 Gigawatt. Hinzu kommen noch 33 Gigawatt an Windstrom. Natürlich darf auch der Atom- oder Kohlestrom nicht vergessen werden. Da im Stromnetz aber immer ein Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot herrschen sollte, muss die Überproduktion ausgeglichen werden. „Wir bei Amprion sind gut vorbereitet und sehen das entspannt“, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte. Wenn zu viel Strom im Netz vorhanden ist, müssen die Netzbetreiber an der Börse eine sogenannte negative Leistung einkaufen. Das heißt in einfachen Worten, dass sie Strom kaufen, der noch gar nicht produziert ist. Das Ganze hat dann natürlich wieder einen Haken für die Verbraucher, denn die Kosten für den Einkauf werden natürlich auf die Stromkunden umgelegt. Na dann, schöne Pfingsten!

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