Ausblick 2016: 148 Grundversorger erhöhen die Preise für Strom

Während 2016 gleich zu Jahresbeginn 148 Grundversorger die Preise für Strom erhöhen werden, wollen 181 Grundversorger beim Gas ihre Preise im ersten Quartal des kommenden Jahres senken. Heizöl hingegen ist so günstig, wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. In einem Jahr sind hier die Preise für das Heizen mit Öl um 23 Prozent gesunken. Auf welche Energiekosten ihr euch im kommenden Jahr einstellen müsst, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zwar sinken die Börsenpreise für Strom in letzter Zeit immer stärker, aber bei den Endverbrauchern kommt von diesem Preisverfall meist wenig an. So kommt es auch 2016 wieder zu Preiserhöhungen für Strom. 148 Grundversorger erhöhen zum ersten Quartal hin ihre Preise, obwohl der Strom an der Strombörse zurzeit sehr billig eingekauft werden kann. Laut einer Meldung von check24 planen von den rund 900 Grundversorgern in Deutschland knapp 150 eine Preiserhöhung. Dabei soll es um durchschnittlich 2,8 % nach oben gehen.

Eine Großfamilie mit einem Verbrauch von jährlich 5.000 kWh muss somit mit rund 42 Euro Mehrkosten im kommenden Jahr rechnen. Der Spitzenwert der angekündigten Erhöhung war ein Zuschlag von 14,2 %, was die Großfamilie gleich mal 294 Euro mehr kosten würde. Insgesamt stehen laut den Analysten bis zu 6,7 Millionen deutschen Haushalten höhere Strompreise ins Haus. Dr. Oliver Bohr von check24 sagte dazu: „Obwohl der Börsenpreis für Strom kontinuierlich sinkt, erhöhen viele Versorger im Zuge gestiegener Netzkosten und staatlicher Umlagen die Strompreise in der Grundversorgung.“ Seit Juli 2007 sind die Preise der Tarife der Grundversorgung um 47 % nach oben geklettert.

Günstiger wird es hingegen bei Gas und Öl. Von den rund 700 Gasversorgern in der Republik planen 181 sogar eine Preissenkung im ersten Quartal 2016. Sie soll im Schnitt bei -4,5 % liegen, was für einen Durchschnittshaushalt mit 20.000 kWh eine Einsparung von rund 67 Euro pro Jahr bedeuten würde. In der Spitze seien sogar Einsparungen von bis zu 15 % möglich, was rund 200 Euro entspricht.

Noch deutlicher nach unten geht es bei den Preisen für das Heizöl. In den letzten 12 Monaten ist der Preis hier um 23 % abgesackt. Damit ist das Heizen mit Öl aktuell so günstig wie schon viele Jahre nicht mehr. Wer im November 2015 2.000 Liter bei seinem Lieferanten bestellte, zahlte dafür im Schnitt 1.113 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahresmonat waren es noch rund 340 Euro mehr. Damals lag der Preis für dieselbe Fuhre bei 1.453 Euro. Die Gründe für diesen Preisverfall liegen in einer ungedrosselten Ölförderung und in der dadurch gestiegenen Jahresproduktion. So lohnt es sich dieses Jahr also wieder besonders, bei Strom, Gas und Öl zu vergleichen.

Bilder: © CHECK24

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