Keine Strompreiserhöhung zum Jahreswechsel

Deutsche Stromkunden können vorerst aufatmen: Dem Vorstoß von RWE hat sich die gesamte Energiebranche angeschlossen.

Demnach sollen nicht pünktlich zum Jahreswechsel die Strompreise angehoben werden. Die EEG-Umlage wurde für 2013 auf 5,277 Cent angehoben. Für RWE mit seinen rund 1,5 Millionen Kunden bedeutet dies vorerst eine Mehrbelastung von 100 Millionen Euro.

Allerdings geben sich die Unternehmen noch recht bedeckt, was die Preistabilität für das gesamte Jahr angeht. „Eine automatische Umsetzung verbietet sich. Die Umlage ist nur ein Bestandteil für die Preiskalkulation. Wir werden den Markt in den nächsten Wochen sorgfältig beobachten“, sagte ein Eon-Sprecher. Und auch bei Vattenfall und EnBW wollte man keine konkreten Aussagen machen.

Die Konzerne wollen erst alle Faktoren zur Preisgestaltung untersuchen. Dazu gehören neben der EEG-Umlage auch die Entlastung von energieintensiven Industrien von den Netzentgelten, aber auch die geringen Beschaffungskosten von Strom.

Der Energieversorger enviaM rechnet hingegen mit einem “historischen“ Preisanstieg in 2013. Auch die Verbraucherzentralen glauben nicht daran, dass die Energieunternehmen die gestiegenen Kosten nicht im Laufe des Jahres an die Kunden weitergeben.

Kritik gibt es vor allem vom Verband der Familienunternehmen. Er fordert gleitende Übergänge, damit kleinere Unternehmen in die Mehrbelastungen “hineinwachsen“ können. „Es kann nicht sein, dass der Großteil der Familienunternehmer unter den höheren Gebühren leidet und ein anderer Teil der Wirtschaft durch die Befreiung als energieintensive Unternehmen sowie den gefallenen Strompreisen an der Börse doppelt davon profitiert“, sagte Verbandschef Lutz Goebel dem „Weser-Kurier“ vom Dienstag.

Der Bund der Energieverbraucher hingegen gab an, dass es keine Alternative zum drastischen Ausbau erneuerbarer Energien gibt. Vor allem könnten viele Menschen immer noch Geld sparen, in dem sie ihren Stromanbieter wechseln. Nach Angaben des Bunds seien immer noch 40 Prozent aller Verbraucher im teuersten Tarif: der Grundversorgung.

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