Solarenergie speichern: Sonnenbatterie stellt extrem haltbaren Kellerakku vor

Sonnenbatterie_2015_01Den selbst auf dem Dach mit der eigenen Solaranlage zu viel erzeugten Strom speisen die meisten Erzeuger noch in das Netz ein. Doch viel günstiger ist es, diesen Strom selber gleich an Ort und Stelle zu verbrauchen. Da sich aber die Zeiten mit einer hohen Sonneneinstrahlung und damit einer starken Stromerzeugung leider meist nicht mit den Zeiten hohen Stromverbrauches decken, muss die Solarenergie zwischengespeichert werden. Jetzt hat die Sonnenbatterie GmbH aus Wildpoldsried einen extrem haltbaren Kellerakku zum Speichern vom Solarstrom vorgestellt. Was der kann und wie er sich erweitern lässt, erklären wir hier.

Weil es an geeigneten Speichermöglichkeiten fehlt und die bisher auf dem Markt befindlichen Akkus noch sehr teuer und zugleich nicht gerade sehr haltbar sind, speisen viele Solarstromerzeuger, den Strom, der über ihren eigenen Verbrauch liegt, immer noch ins Netz ein. Dabei ist es doch viel sinnvoller, den Strom, der vor Ort erzeugt wurde, auch an Ort und Stelle zu verbrauchen. Um mehr Solarenergie speichern zu können, hat das Unternehmen Sonnenbatterie jetzt einen extrem haltbaren Kellerakku vorgestellt.
Das Start-Up aus Bayern hat vor kurzem seinen Stromzwischenspeicher präsentiert, der auch dabei helfen soll, die Kosten für die Stromerzeuger zu senken. Normale Akkus hielten bislang rund 5.000 Ladezyklen aus. Bei der neuen Generation der Sonnenbatterie eco sollen es doppelt so viele sein. Das soll dabei helfen, die Kosten auf 17 bis 24 Cent pro Kilowattstunde zu senken. Auf dem eigenen Dach erzeugter und zwischengespeicherter Strom ist damit immer noch billiger als vergleichbarer Strom aus dem Stromnetz, der meist nicht unter 28 Cent zu haben ist.

Das neue Zauberwort heißt Stromautarkie. Völlig unabhängig vom öffentlichen Stromnetz die eigene Versorgung zu sichern ist für viele Hausbesitzer und Betreiber von Photovoltaik-Anlagen ein lang gehegter Traum. Und damit man jetzt auch möglichst lange Freude am neuen Stromspeicher hat, gibt der Hersteller zehn Jahre Garantie auf sein Produkt und das sogar unabhängig von der in der Zeit getätigten Anzahl an Wiederaufladungen. Als geplante Lebensdauer der Lithium-Ionen-Akkus sind 20 Jahre angegeben.

Sonnenbatterie-Geschäftsführer Christoph Ostermann sagte dazu: „Die Sonnenbatterie eco ist bereits für ihre herausragende Wirtschaftlichkeit bekannt. Mit der neuen Version unseres Erfolgsmodells ergänzen wir diesen Punkt nun um eine extrem lange Lebensdauer. Dadurch wird die Sonnenbatterie eco noch wirtschaftlicher und ist schon jetzt für künftige Anforderungen gerüstet. Diese Weiterentwicklung kostet die Kunden keinen Cent mehr, da der Preis pro Kilowattstunde Nutzkapazität unverändert bleibt.“

Das die Anzahl der Ladezyklen des Akkus, der von Sony stammt, verdoppelt werden konnte, soll vor allem an einer verbesserten Software liegen, die für schonendes Laden und Entladen der Batterie verantwortlich sein soll. Das Systemdesign des PV-Speichers und die proprietäre Software sorgen für eine optimale Nutzung der Batteriezellen. Und damit dieser Speicher auch an verschiedene Anlagengrößen angepasst werden kann, ist er in Modulbauweise ausgeführt. Die neue Sonnenbatterie lässt sich somit flexibel ab einer Größe von 4 kWh in 2-kWh-Schritten bis auf 16 kWh erweitern. In der größten Ausbaustufe kann dann die doppelte Strommenge, die eine Durchschnittsfamilie am Tag verbraucht, zwischengespeichert werden. Und da die Produktion bereits angelaufen ist, ist diese neue Technologie auch ab sofort erhältlich.

Bilder: © Sonnenbatterie GmbH

2 Kommentare

  1. Steven | PBQ Batterien -  10. Juni 2015 - 08:02 33015

    Schönes Produkt! Ist es von den Spezifikationen vergleichbar mit der Tesla Powerwall?

  2. User2508 -  25. Juni 2015 - 14:37 34329

    Sehr schönes Produkt!
    @Steven: Nein ist es nicht. Bei der Tesla Powerwall handelt es sich lediglich um eine Batterie. Die Sonnenbatterie hingegen ist ein vollintegriertes Speichersystem, mit Komponenten wie einem Wechselrichter, einem Touchdisplay, einem integriertem Batteriemanagement-System, etc. Die Tesla Powerwall besitzt diese nicht. Es handelt sich bei dem Produkt von Tesla lediglich um eine Batterie und ist somit mit dem System der Sonnenbatterie nicht vergleichbar.

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